Jeder, der schon einmal eine dampfende Tasse Rindsuppe vor sich hatte, kennt sie: die feinen, goldgelben Streifen, die der Brühe eine sättigende Note verleihen. Doch was steckt eigentlich hinter den Frittaten? Dieser Artikel erklärt, was Frittaten sind, woher der Name kommt, welches Mehl sich am besten eignet und wie viele Pfannkuchenstreifen Sie pro Person einplanen sollten.

Gericht: Frittatensuppe ·
Herkunft: Österreich ·
Suppenbasis: Klare Rindfleischbrühe ·
Einlage: Dünne Pfannkuchenstreifen ·
Auch bekannt als: Flädlesuppe, Eierkuchensuppe, Pfannkuchensuppe

Kurzüberblick

1Was sind Frittaten?
2Zutaten
3Zubereitung
4Servieren
  • In heißer Rindsuppe
  • 1–2 Pfannkuchen pro Person
  • Optional mit Schnittlauch

Sechs Fakten auf einen Blick: Was die Frittatensuppe ausmacht.

Merkmal Wert
Gericht Frittatensuppe
Herkunft Österreich
Basis Klare Rindfleischbrühe
Einlage Streifen von dünnen Pfannkuchen
Andere Namen Flädle-, Eierkuchen- oder Pfannkuchensuppe
Grundteig Mehl, Milch, Eier, Salz

Das Muster: Die Frittatensuppe vereint einfache Zutaten mit einer klaren Rindfleischbrühe – ein Gericht, das in Österreich zur kulinarischen Grundausstattung gehört.

Was sind Frittaten?

Was sind Frittaten in Österreich?

  • Frittaten sind dünne Pfannkuchen, die in Streifen geschnitten werden (Lebensmittellexikon (Nachschlagewerk))
  • Sie werden in Österreich als Einlage in klarer Rinderbrühe serviert (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Frittatensuppe wird auch Flädle-, Eierkuchen- oder Pfannkuchensuppe genannt (Wikipedia (freie Enzyklopädie))

Was bedeutet Frittaten?

  • Der Begriff leitet sich vom italienischen Wort „frittata“ ab (Kiddle (Kinderlexikon))
  • Im österreichischen Deutsch meinen Frittaten meist die Streifen, nicht den ganzen Pfannkuchen

Wofür werden Frittaten verwendet?

  • Hauptsächlich als Suppeneinlage – sie machen die klare Brühe sättigend und geschmackvoll
  • Daneben können Frittaten auch als Beilage oder Snack gegessen werden

Was das bedeutet: Frittaten sind ein Paradebeispiel für die österreichische Fähigkeit, aus wenigen Zutaten eine charakterstarke Suppe zu zaubern – die Streifen sind nicht nur Deko, sondern der eigentliche Star im Teller.

Was ist österreichische Pfannkuchensuppe?

Was ist bayrische Pfannkuchensuppe?

  • Die bayrische Pfannkuchensuppe entspricht im Kern der Frittatensuppe; Flädle sind dort die typischen Pfannkuchenstreifen (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Im schwäbisch-alemannischen Raum ist die Bezeichnung Flädle gebräuchlich (Wikipedia (freie Enzyklopädie))

Was ist der Unterschied zwischen Flädle und Pfannkuchen?

  • Flädle sind dünn ausgebackene Pfannkuchen, die speziell als Suppeneinlage dienen – der Teig ist oft etwas dünnflüssiger als bei herkömmlichen Pfannkuchen (LECKER (Küchenmagazin))
  • Pfannkuchen (in Österreich: Palatschinken) werden dagegen meist als eigenständiges Gericht serviert, süß oder herzhaft gefüllt

Wie heißt Pfannkuchen auf österreichisch?

Die Pointe: Sprache und Küche gehen Hand in Hand – die gleichen Pfannkuchenstreifen heißen je nach Region Frittaten, Flädle oder Eierkuchen, aber die Zubereitung bleibt sich auffallend ähnlich.

Woher kommt der Begriff Frittaten?

Ist Frittaten italienisch?

  • Der Begriff Frittaten wird vom italienischen Wort „frittata“ abgeleitet, was „gebraten“ bedeutet (Kiddle (Kinderlexikon))
  • Die italienische Frittata ist jedoch ein dickes Omelett, kein dünner Pfannkuchen – die österreichische Suppeneinlage hat nur den Namen gemeinsam

Was bedeutet Frittata?

  • Frittata kommt von italienisch „friggere“ (braten) und bezeichnet ein Gericht aus verquirlten Eiern, das in der Pfanne stockt

Warum heißt die Suppe Frittatensuppe?

  • Weil die Einlage aus Frittaten besteht – also aus gebratenen, in Streifen geschnittenen Pfannkuchen
  • Die Kombination aus klarer Rindsuppe und Pfannkuchenstreifen ist typisch

Die Implikation: Ein italienisches Wort wanderte nach Österreich, benennt hier aber ein ganz eigenständiges Gericht – Sprachgeschichte und Küchenpraxis laufen nicht immer parallel.

Sind Frittaten glatt oder griffig?

Welches Mehl bei Frittaten?

  • Glatt und griffig sind in Österreich Bezeichnungen für die Mahlfeinheit von Mehl – glattes Mehl ist feiner, griffiges etwas gröber
  • Für Frittaten wird in der Regel glattes Weizenmehl verwendet

Was bedeutet glatt oder griffig?

  • Glattes Mehl (Type 480) hat eine feine Körnung, die sich hervorragend für dünne Teige eignet
  • Griffiges Mehl (Type 700) ist gröber und bindet mehr Flüssigkeit – für Frittaten eher ungeeignet, da der Teig sonst zu dick wird

Wie wird der Teig klumpenfrei?

  • Der Teig wird aus Mehl, Milch und Eiern dickflüssig angerührt und klumpenfrei ausgerührt (LECKER (Küchenmagazin))
  • Eine Ruhezeit von 10 Minuten lässt die Stärke quellen, danach wird der Teig noch einmal kurz aufgerührt (Euromeal (Rezeptportal))
Der Kniff

Wer den Teig mit einem Schneebesen statt mit dem Mixer rührt, vermeidet Überbearbeitung und erhält zartere Frittaten.

Der Trade-off: Glattes Mehl ergibt einen feineren, geschmeidigeren Teig – wer griffiges Mehl verwendet, riskiert eine dickere, weniger elastische Masse. Die Wahl des Mehls entscheidet über die Qualität der Frittaten.

Wie viele Frittaten brauche ich pro Person?

Frittaten Rezept mit 2 Eiern

  • Aus 2 Eiern, 100 g Mehl und 200 ml Milch entstehen etwa 4 dünne Pfannkuchen – genug für 2 Portionen Suppe
  • Das Verhältnis von Eiern zu Mehl ist entscheidend: zu viele Eier machen die Pfannkuchen gummiartig

Rindsuppe mit Frittaten: Portionsgröße

  • Als Suppeneinlage rechnet man üblicherweise 1 bis 2 dünne Pfannkuchen pro Person (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Pro Teller sind das etwa eine kleine Handvoll Frittatenstreifen
  • Größere Portionen sind möglich, wenn die Frittatensuppe als Hauptspeise serviert wird

Wie viele Pfannkuchenstreifen pro Teller?

  • Ein dünner Pfannkuchen ergibt rund 20–30 Streifen, je nach Schnittbreite
  • Für einen Teller Suppe reichen 10–15 Streifen (entspricht einem halben bis ganzen Pfannkuchen)

Was das für die Praxis heißt: Mit einem Grundrezept für 4 Personen (2 Eier, 200 g Mehl, 400 ml Milch) sind Sie auf der sicheren Seite – übrig gebliebene Frittaten lassen sich übrigens gut einfrieren.

Wie schneidet man Frittaten richtig?

Pfannkuchen vorbereiten

  1. Die ausgebackenen Pfannkuchen sollten vor dem Schneiden etwas abkühlen, damit sie nicht reißen
  2. Zum Schneiden können die Pfannkuchen aufgerollt oder gestapelt werden (LECKER (Küchenmagazin))
  3. Übliche Streifenbreite sind 0,5 bis 1 Zentimeter; ein scharfes Messer erleichtert saubere Schnitte (Vorarlberger Mehl (Regionaler Mehlproduzent))
Praxistipp

Wer die Pfannkuchen vor dem Schneiden dünn mit Öl bestreicht, verhindert, dass sie beim Rollen zusammenkleben.

Der entscheidende Schritt: Die fertigen Streifen sollten nicht zu lange in der heißen Suppe ziehen – sonst werden sie matschig. Lieber die Frittaten separat erwärmen oder erst kurz vor dem Servieren in die Brühe geben.

Frittaten im Vergleich: Regionale Namen und Gemeinsamkeiten

Drei Begriffe, ein Prinzip – die folgende Tabelle zeigt, wie sich Frittaten, Flädle und Palatschinken unterscheiden.

Merkmal Frittaten (Österreich) Flädle (Schwaben/Bayern) Palatschinken (Österreich)
Verwendung Suppeneinlage Suppeneinlage Hauptgericht (gefüllt oder süß)
Teig Dünnflüssig (Mehl, Milch, Eier) Dünnflüssig, oft mit Mineralwasser Etwas dicker, oft mit Zucker
Form In Streifen geschnitten In Streifen geschnitten Ganze, gefüllte Pfannkuchen
Herkunft des Namens Italienisch „frittata“ Allemannisch „Flädle“ (kleiner Fladen) Rumänisch „plăcintă“ (Kuchen)

Das Muster: Die Suppeneinlage ist überall ähnlich, die kulturelle Einbettung unterscheidet sich – wo in Österreich die Frittaten in der Rindsuppe schwimmen, sind es in Bayern die Flädle, und Palatschinken bleiben als süße Hauptspeise eigenständig.

Bestätigte Fakten

  • Die Frittatensuppe wird aus Fleischbrühe von Rindfleisch und Streifen von Pfannkuchen zubereitet (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Frittatensuppe ist auch als Flädle-, Eierkuchen- oder Pfannkuchensuppe bekannt (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Der Teig besteht in üblichen Rezepten aus Mehl, Milch, Eiern und optional Salz (LECKER (Küchenmagazin))

Was unklar ist

  • Wann genau der Begriff Frittaten im österreichischen Deutsch aufkam (Kiddle (Kinderlexikon) – keine genauen Daten)
  • Ob die österreichische Frittatensuppe direkt von der italienischen Frittata abstammt – die Ähnlichkeit besteht nur im Namen und in der Zubereitungsart (Braten)

Frittatensuppe ist eine Fleischbrühe vom Rind mit Streifen von Pfannkuchen – ein klassisches Gericht der österreichischen Küche.

Wikipedia (freie Enzyklopädie)

Milch, Mehl und Eier zu einem dickflüssigen Teig verarbeiten, bis keine Klumpen mehr sichtbar sind – dann bei mittlerer Hitze in wenig Butter dünn ausbacken.

Gutekueche.at (Rezeptportal)

Die Pfannkuchen noch heiß aufrollen und anschließend in dünne Scheiben schneiden – so entstehen gleichmäßige Frittaten.

– LECKER (Küchenmagazin)

Ein Frittatenteig sollte so flüssig sein, dass er einen Löffelrücken überzieht – nach zehn Minuten Ruhezeit quillt die Stärke und der Teig wird geschmeidig.

– Euromeal (Rezeptportal)

Für alle, die österreichische und süddeutsche Küche lieben, steht fest: Die Frittatensuppe ist mehr als eine einfache Brühe – sie verbindet Sprachgeschichte, regionale Identität und handwerkliche Kochkunst. Wer einmal verstanden hat, welches Mehl zu wählen ist und wie die Streifen richtig geschnitten werden, wird das Gericht mit neuem Respekt zubereiten. In einer Zeit, in der Fertigsuppen dominieren, lohnt sich der Aufwand für selbst gemachte Frittaten: Sie schmecken nicht nur besser, sondern erzählen auch eine Geschichte von Einwanderung, Anpassung und kulinarischer Kreativität.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Frittaten vorbereiten?

Ja, die ausgebackenen Pfannkuchen können abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt werden – erst kurz vor dem Servieren in Streifen schneiden und in die heiße Suppe geben.

Kann man Frittaten einfrieren?

Ja, sowohl die ganzen Pfannkuchen als auch die geschnittenen Streifen lassen sich gut einfrieren. Zum Auftauen kurz in die heiße Suppe geben oder in der Pfanne erwärmen.

Welche Brühe eignet sich für Frittatensuppe?

Klassisch wird kräftige Rindfleischbrühe verwendet. Auch Hühner- oder Gemüsebrühe sind möglich – die Frittaten passen zu jeder klaren Suppe.

Warum werden Frittaten in der Suppe matschig?

Weil die Pfannkuchen zu lange in der heißen Flüssigkeit ziehen. Besser die Streifen erst kurz vor dem Servieren in die Brühe geben oder separat erwärmen.

Sind Frittaten vegetarisch?

Der Grundteig aus Mehl, Milch, Eiern und Salz ist vegetarisch. Wenn die Brühe auf Rindfleischbasis zubereitet wird, ist die Frittatensuppe nicht vegetarisch – es sei denn, man verwendet Gemüsebrühe.

Wie lange sind Frittaten haltbar?

Im Kühlschrank halten sich die fertigen Pfannkuchen 2–3 Tage. Tiefgekühlt sind sie mehrere Monate haltbar.

Kann ich Frittaten auch mit Dinkelmehl machen?

Ja, Dinkelmehl (glatt) eignet sich gut, da es ähnliche Backeigenschaften hat. Der Teig wird etwas nussiger im Geschmack.

Warum heißt es „Frittaten“ und nicht „Frittata“?

Im österreichischen Deutsch wird der italienische Plural (frittate) eingedeutscht – die Endung -en kennzeichnet die Mehrzahl. Eine einzelne Scheibe heißt eigentlich „Frittate“, aber im Alltag sagt man meist „Frittaten“ auch für die Streifen.