
Bitcoin Euro: Aktueller Kurs, Prognose & Investitionstipps 2024
Wer sich zum ersten Mal mit Bitcoin beschäftigt, stößt schnell auf einen Widerspruch: Während institutionelle Anleger die Kryptowährung als Wertspeicher kaufen, warnen Behörden vor dem Totalverlust – der Bitcoin-Euro-Kurs notierte Anfang September 2024 bei rund 67.000 Euro. Dieser Beitrag zeigt, was die wichtigsten Prognosen bis 2030 bedeuten, warum Kursstürze dazugehören und ob sich ein Einstieg für private Anleger lohnt.
Aktueller Bitcoin-Euro-Kurs (Stand: 07.09.2024): ca. €67.818 ·
24h-Veränderung: -1,22 % ·
Allzeithoch (in Euro): ca. €68.000 (November 2021) ·
Marktkapitalisierung Bitcoin: ca. 1,2 Billionen Euro
Kurzüberblick
- Bitcoin ist in Deutschland legal kauf- und verkaufbar, gilt aber nicht als gesetzliches Zahlungsmittel (Bitcoin2Go (deutsches Krypto-Informationsportal)) – das ist allein der Euro (Deutscher Bundestag (Parlament der Bundesrepublik)).
- Krypto-Dienstleister brauchen seit dem Jahreswechsel 2020 eine behördliche Erlaubnis (LTO (Fachmagazin für Recht & Justiz)).
- Ein belastbarer Bitcoin-Euro-Kurs für 2030 ist nicht vorhersagbar; seriöse Szenarien schwanken sehr stark (BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026)).
- Die BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026) nennt Quantencomputer als langfristiges Risiko für heutige Verschlüsselung. (BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026))
- Das Halving 2024 hat die neu erzeugte Bitcoin-Menge reduziert – historisch folgten darauf neue Hochs. (LTO (Fachmagazin für Recht & Justiz))
- Die 2020 eingeführte Erlaubnispflicht hat den deutschen Kryptomarkt formalisiert (LTO (Fachmagazin für Recht & Justiz)).
- Seit dem 30. Dezember 2024 gilt in der EU die MiCAR als zentraler Rechtsrahmen für Kryptowerte (Global Legal Insights (internationales Anwaltsnetzwerk)).
- Die Bundesregierung plant kein generelles Verbot von Besitz oder Handel (Deutscher Bundestag (Parlament der Bundesrepublik)).
Fakten im Überblick
Sechs Kennzahlen zeigen das Muster des Bitcoin-Euro-Kurses: Extrem niedrige Einstiegspreise 2010, ein Allzeithoch im November 2021 und ein Einbruch, der viele Anleger überraschte.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Erster Bitcoin-Euro-Kurs (2010) | ca. €0,003 (kryptoboersen.net (Krypto-Analyseportal)) |
| Höchster Stand (Allzeithoch) | ca. €68.000 (November 2021) |
| Tiefster Stand nach Allzeithoch | ca. €15.500 (November 2022) (kryptoboersen.net (Krypto-Analyseportal)) |
| Anzahl der Bitcoin im Umlauf | ca. 19,7 Millionen |
| Letztes Halving | April 2024 |
| Aktueller Kurs (Stand: 07.09.2024) | ca. €67.818 |
Die Spreizung zwischen den Extremen ist ein zentrales Merkmal von Bitcoin.
Was wird 1 Bitcoin 2030 Wert sein?
Wer nach einer exakten Zahl für 2030 sucht, sucht vergebens. Seriöse Prognosen arbeiten mit Szenarien – und die Spannbreite ist groß.
Prognosen von Analysten und Institutionen
- Der pseudonyme Analyst PlanB rechnet auf Basis seines Stock-to-Flow-Modells nach dem Halving mit einem Kurs über 100.000 Euro.
- ARK Invest und J.P. Morgan veröffentlichen regelmäßig Studien mit deutlich abweichenden Zielen – ein Zeichen für die Unsicherheit des Marktes.
- Die Prognose von kryptoboersen.net (Krypto-Analyseportal) erwartet im Basisszenario einen Bitcoin-Euro-Kurs von 86.839,07 EUR innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Gemeinsam ist den Modellen ein Punkt: Sie hängen weniger von der Technik ab als von der Nachfrage. Institutionelle Anleger, die über Fonds und börsengehandelte Produkte einsteigen, verschieben diese Nachfrage spürbar.
Wer auf eine Verdopplung hofft, muss auch den Gegenfall aushalten: Historische Drawdowns von bis zu 80 Prozent sind kein theoretisches Risiko, sondern dokumentierte Marktgeschichte.
Einflussfaktoren: Adoption, Regulierung, Makroökonomie
- Regulierung: Seit dem 30. Dezember 2024 gilt die MiCAR als zentrale EU-Rechtsgrundlage für Kryptowerte, die nicht durch andere Finanzmarktregeln abgedeckt sind (Global Legal Insights (internationales Anwaltsnetzwerk)).
- Adoption: Die Deutsche Bundesbank (Zentralbank der Bundesrepublik) (Quelle) behandelt Bitcoin und ähnliche Kryptowerte als regulierte Vermögenswerte.
- Makroökonomie: Zinsentscheidungen der Notenbanken und die globale Liquidität bestimmen, ob Anleger risikoreiche Assets aufbauen oder abbauen.
Wer bis 2030 einen deutlich höheren Kurs erwartet, setzt implizit auf drei Dinge: mehr regulatorische Klarheit, mehr institutionelle Nachfrage und eine Geldpolitik, die Kapital in risikoreiche Anlagen drückt.
Szenarioanalyse: optimistisch, pessimistisch, realistisch
- Pessimistisch: Wiederholung der Bärenmärkte von 2018 und 2022 – der Kurs fällt in Richtung 30.000 Euro oder tiefer.
- Realistisch: Eine Seitwärtsphase zwischen 50.000 und 70.000 Euro, während Adoption und Regulierung Schritt halten.
- Optimistisch: Nach dem Halving 2024 und steigender institutioneller Nachfrage erreicht Bitcoin die Marke von 100.000 Euro.
Die Differenz zwischen diesen Szenarien ist keine Rechenfrage, sondern eine politische: Regulierung und Anlegerverhalten entscheiden mehr als Mining-Technik.
Die Konsequenz: Wer eine konkrete Jahreszahl erwartet, wird enttäuscht – wer Szenarien versteht, kann trotzdem Entscheidungen treffen.
Anleger sollten daher Szenarien statt präziser Vorhersagen bewerten.
Warum stürzt Bitcoin ab?
Bitcoin fällt selten wie eine einzelne Aktie. Meist treffen externe Nachrichten, Marktpsychologie und technische Faktoren zusammen – dann geht es schnell.
Externe Schocks: regulatorische Nachrichten, Makrodaten
- Verbotsgerüchte wirken sofort: Die Bundesregierung hat klargestellt, dass sie weder ein grundsätzliches Verbot von Besitz oder Handel noch eine Regulierung selbstbetriebener Bitcoin-Infrastruktur vorbereitet (Deutscher Bundestag (Parlament der Bundesrepublik)).
- Makrodaten: Steigende Zinsen entziehen spekulativen Märkten Liquidität – der Absturz 2022 fiel mit weltweiten Zinserhöhungen zusammen.
- Die BaFin Verbraucherinfo (deutsche Finanzaufsicht) nennt extreme Kurssprünge und Volatilität als zentrale Risikofaktoren.
Für Anleger ist der Unterschied wichtig: Ein Absturz wegen Zinsängsten kann Monate dauern, ein Absturz wegen einer einzelnen Nachricht nur Stunden.
Marktpsychologie: FOMO, Panikverkäufe, Liquidität
- Die BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026) verweist bei direkten Krypto-Investments auf Phishing, Hacker-Angriffe und dauerhaften Zugriffsverlust als wesentliche Gefahren.
- FOMO treibt die Kurse in die Höhe – Panikverkäufe lassen sie schneller fallen, als neue Käufer finden.
- Mit Hebel finanzierte Positionen verstärken den Absturz: Wenn Zwangsliquidationen greifen, entsteht ein Abwärtsstrudel.
Die Folge ist ein Muster, das sich in jedem Bärenmarkt wiederholt: Erst verkaufen die schnellen Trader, dann die unsicheren Halter – am Ende bleibt der Markt bei den langfristigen Investoren zurück.
Technische Faktoren: Mining-Schwierigkeit, Halving-Zyklen
- Das Halving 2024 hat die neu erzeugte Bitcoin-Menge halbiert; in der Vergangenheit folgte darauf jeweils eine Erholung der Kurse.
- Die Mining-Schwierigkeit passt sich der Rechenleistung an; sinkt der Kurs unter die Stromkosten vieler Miner, steigt der Verkaufsdruck.
- Der Tiefststand von ca. 15.500 Euro im November 2022 zeigt, wie tief die Kurse nach einem Allzeithoch fallen können – die Tabelle oben dokumentiert diese Bewegung.
Die eigentliche Gefahr ist die Kombination aus Kurseinbruch und Zugriffsverlust. Phishing und Hacker-Angriffe können den Totalverlust beschleunigen – ein Risiko, das bei klassischen Aktien nicht existiert.
Die Konsequenz: Bitcoin stürzt nicht zufällig ab. Die Marktstruktur – Hebel, dünne Liquidität und Nachrichtenabhängigkeit – macht Abstürze zu einem wiederkehrenden Element.
Wie tief kann Bitcoin noch fallen?
Realistisch betrachtet hat Bitcoin in Bärenmärkten bereits Verluste von mehr als 70 Prozent erlebt. Eine harte Untergrenze gibt es nicht – aber historische Orientierung.
Tiefstände in früheren Bärenmärkten
- 2018: Nach dem Bullrun fiel der Kurs von rund 17.000 auf etwa 3.000 Euro.
- 2022: Nach dem Allzeithoch von ca. 68.000 Euro sank der Kurs auf rund 15.500 Euro.
- Die Kursdaten in der Tabelle oben zeigen dieses Muster: Auf jedes Hoch folgte ein tiefer Einbruch.
Wer fragt, wie tief es gehen kann, erhält eine unangenehme Antwort: tief genug, um viele Anleger zum Verkauf zu zwingen.
Fundamentale Unterstützungsniveaus (Kostenbasis, Miner-Preis)
- Analysten beobachten die Kostenbasis der Miner: Liegt der Kurs unter den Produktionskosten, steigt der Verkaufsdruck.
- Langzeithalter, die Bitcoin seit Jahren halten, gelten als zweite Stütze – geben sie nach, fehlt die Unterstützung.
- Ob der Bereich um 20.000 Euro trägt, hängt davon ab, ob institutionelle Nachfrage Panikverkäufe auffangen kann.
Psychologische Marken: 30.000, 20.000 und 10.000 Euro
- 30.000 Euro gilt als erste psychologische Zone; unterschreitet der Kurs sie, wird häufig über eine Fortsetzung des Abwärtstrends spekuliert.
- 20.000 Euro ist eine runde Marke, die viele Anleger als Schwelle beobachten.
- 10.000 Euro wäre ein fundamental anderer Markt: Er würde bedeuten, dass die Erzählung von der institutionellen Adoption weitgehend gescheitert ist.
Der Einbruch von 2022 dauerte rund ein Jahr und kostete Anleger, die spät gekauft hatten, mehr als 70 Prozent des Einsatzes. Wer solche Zeiträume nicht durchhalten kann, sollte keine Bitcoin kaufen.
Die Konsequenz: Niemand kann eine verbindliche Untergrenze benennen. Die historische Antwort lautet: niedriger, als die meisten denken.
Anleger müssen mit weiteren Verlusten rechnen, wenn die Markterwartungen gedämpft bleiben.
Lohnt es sich noch in Bitcoin zu investieren?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, womit Sie investieren und wie lange Sie warten können. Wer kurzfristig Gewinne erwartet, geht ein anderes Risiko ein als jemand mit langem Anlagehorizont.
Pro-Argumente: Inflationsschutz, institutionelle Adoption
- Das Angebot ist begrenzt: Maximal 21 Millionen Bitcoin werden jemals existieren – ein Unterschied zu klassischem Fiatgeld, dessen Menge steigt.
- Institutionelle Anleger sind präsent: MicroStrategy hält nach eigenen Angaben über 200.000 BTC; Michael Saylor nennt Bitcoin die wichtigste Wertanlage der Welt.
- Die EU schafft mit der MiCAR klare Regeln für Krypto-Anbieter – ein Vertrauensbaustein, keine Wertgarantie.
Für Anleger, die Bitcoin als langfristige Absicherung gegen Inflation kaufen, ist die begrenzte Menge das stärkste Argument. Ob es trägt, hängt von der Nachfrage in den nächsten Jahren ab.
Contra-Argumente: Volatilität, regulatorische Unsicherheit
- Die BaFin Verbraucherinfo (deutsche Finanzaufsicht) warnt, dass Krypto-Investments sehr hohe Risiken bergen und ein Totalverlust möglich ist.
- Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Kryptowährungen keinen inneren Wert haben und hochspekulativ sind.
- Unternehmen sind in Deutschland nicht verpflichtet, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren (Bitcoin2Go (deutsches Krypto-Informationsportal)).
Der wichtigste Einwand bleibt der Totalverlust: Wer Börsenkonten oder Wallets nicht richtig verwaltet, riskiert nicht nur Kurseinbrüche, sondern den vollständigen Verlust des Einsatzes.
Risikomanagement: Positionsgröße, Anlagehorizont
- Die Positionsgröße ist wichtiger als jede Kursprognose: Eine kleine Quote am Gesamtvermögen verhindert, dass ein Einbruch die eigene Lebensplanung bestimmt.
- Ein langer Anlagehorizont entzerrt die Zyklen: Wer mehrere Jahre warten kann, muss im Tief nicht verkaufen.
- Die Erlaubnispflicht für Krypto-Börsen in Deutschland schützt vor unseriösen Anbietern – nicht aber vor Markt- und IT-Risiken.
Die Konsequenz: Wer einsteigt, sollte den Verkaufszeitpunkt vorher definieren. Das schützt besser als jede Prognose.
Eine klare Risikostrategie ist daher unerlässlich.
Welcher Coin explodiert bis 2030?
Diese Frage führt weg von Bitcoin – und zurück zur wichtigsten Regel des Marktes: Wer einen explodierenden Coin verspricht, verkauft Spekulation als Gewissheit. Namen wie Solana, Chainlink oder Cardano kursieren trotzdem regelmäßig.
Ethereum: Smart Contracts, Layer-2-Skalierung
- Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung und die Plattform der meisten dezentralen Finanzanwendungen.
- Die Frage, ob Ethereum auf 50.000 Dollar steigen kann, gehört zu den meistdiskutierten im Krypto-Bereich – eine seriöse Prognose dafür gibt es nicht.
- Layer-2-Lösungen sollen die Gebühren senken; ob sie langfristig Nutzer binden, ist offen.
Ethereum hat eine etablierte Entwicklerbasis und ein großes Ökosystem. Das unterscheidet es von den meisten Altcoins – schützt aber nicht vor Kurseinbrüchen.
Altcoins mit hohem Potenzial: Solana, Chainlink, Cardano
- Solana gilt als schnelle Blockchain, Chainlink als Datenlieferant für Smart Contracts, Cardano als akademisch geprägtes Projekt.
- Alle drei tauchen in Online-Analysen als Kandidaten mit hohem Wachstumspotenzial auf – belegt ist dieses Potenzial nicht.
- Die Warnungen der BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026) gelten für alle Kryptowerte, nicht nur für Bitcoin.
Risikohinweise: Spekulation, Marktkapitalisierung, Nutzen
- Viele Altcoins haben eine geringe Marktkapitalisierung: Einzelne Großverkäufe können den Kurs massiv bewegen.
- Bei unseriösen Projekten kommt Pump-and-Dump-Verhalten hinzu – Kurse werden künstlich getrieben und dann abverkauft.
- Entscheidend ist der Nutzen: Ein Coin ohne echte Anwendung ist ein Spekulationsobjekt, kein Investment.
Beobachten Sie reale Nutzerzahlen, bevor Sie kaufen. Nach den Hypes von 2017 und 2021 folgten lange Korrekturen – viele Altcoins erholten sich bis heute nicht.
Die Konsequenz: Wer nach dem nächsten explodierenden Coin sucht, kauft im Kern Hoffnung. Bei Bitcoin ist dieses Risiko weniger spekulativ – bei den meisten Altcoins ist es das pure Gegenteil.
Die Argumente für und gegen Bitcoin lassen sich in zwei Listen fassen.
Pro-Argumente
- Begrenzte Menge von maximal 21 Millionen Bitcoin.
- Institutionelle Nachfrage: MicroStrategy, Fondsprodukte und wachsende Regulierung erleichtern den Zugang.
- Klare Regeln in Deutschland: Erlaubnispflicht und MiCAR geben Anbietern einen Rechtsrahmen.
Contra-Argumente
- Möglicher Totalverlust: Die BaFin warnt ausdrücklich vor sehr hohen Risiken.
- Extreme Volatilität mit wiederholten Einbrüchen von mehr als 50 Prozent.
- Unklare Werthaltigkeit: Regulierung schafft Regeln, aber keine Garantie für den Kurs.
Zeitleiste: Bitcoin-Euro von 2009 bis 2030
Acht Stationen erzählen die Geschichte von Bitcoin in Euro – jede Marke markiert einen Wendepunkt.
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 2009 | Bitcoin wird eingeführt; der Kurs ist zunächst nahezu wertlos. |
| 2010 | Erster öffentlicher Handel: 1 Bitcoin kostet ca. 0,003 Euro. |
| 2013 | Erster großer Hype; der Kurs steigt auf über 1.000 Euro. |
| 2017/2018 | Bullrun bis ca. 17.000 Euro, danach Krypto-Winter; der Kurs fällt auf rund 3.000 Euro. |
| 2020/2021 | Neuer Bullrun mit institutioneller Adoption; Allzeithoch bei ca. 68.000 Euro. |
| 2022 | Bärenmarkt wegen Zinserhöhungen und der FTX-Pleite; Kurs sinkt auf ca. 15.500 Euro. |
| 2024 | Halving reduziert die neue Bitcoin-Menge; der Kurs erholt sich auf rund 67.000 Euro. |
| 2025–2030 | Prognosen schwanken zwischen 30.000 und 200.000 Euro, abhängig von Adoption und Regulierung. |
Parallel zur Kursentwicklung wuchs die Regulierung: Seit dem Jahreswechsel 2020 brauchen Unternehmen, die Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anbieten, eine behördliche Erlaubnis (LTO (Fachmagazin für Recht & Justiz)). Seit dem 30. Dezember 2024 gilt mit der MiCAR ein EU-weiter Rechtsrahmen, den die BaFin in Deutschland umsetzt (Global Legal Insights (internationales Anwaltsnetzwerk)).
Die Konsequenz: Zyklen sind die einzige Konstante. Wer nach einem starken Jahr einsteigt, kauft tendenziell teuer – und muss mit einem langen Tal rechnen.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Der Markt lebt von klaren Fakten und großen Unsicherheiten – eine ehrliche Einordnung trennt beides.
Bestätigte Fakten
- Bitcoin ist in Deutschland legal handelbar, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel – der Euro ist es allein.
- Krypto-Dienstleister arbeiten seit 2020 unter Erlaubnispflicht; die BaFin und die Deutsche Bundesbank (Zentralbank der Bundesrepublik) (Quelle) übernehmen Aufsichtsfunktionen.
- Die Gesamtzahl der Bitcoin ist auf 21 Millionen begrenzt; das Halving 2024 hat die Neuemission reduziert.
Was unklar ist
- Der exakte Bitcoin-Euro-Kurs zu bestimmten Zeitpunkten ist nicht vorhersagbar.
- Wie sich künftige Regulierungen in der EU und weltweit auswirken, ist offen.
- Ob Bitcoin langfristig als Wertspeicher oder Zahlungsmittel dominiert, ist unklar.
- Die BaFin (deutsche Finanzaufsicht, Risiken im Fokus 2026) nennt zudem das langfristige Risiko, dass Quantencomputer heutige Verschlüsselung brechen könnten.
Für Anleger bedeutet diese Mischung: Wer nur mit Gewissheiten rechnet, ist hier falsch. Wer mit offenen Fragen umgehen kann, findet einen Markt mit Regeln, aber ohne Garantien.
Stimmen aus dem Markt
Drei Positionen prägen die Debatte um Bitcoin – sie könnten unterschiedlicher kaum sein.
Nach jedem Halving hat Bitcoin ein neues Hoch erreicht. Der aktuelle Zyklus dürfte den Kurs in Richtung 100.000 Euro führen.
PlanB, pseudonymer Analyst und Autor des Stock-to-Flow-Modells
Kryptowerte sind höchst spekulativ und haben keinen inneren Wert. Anleger müssen damit rechnen, ihr gesamtes Geld zu verlieren.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB)
Bitcoin ist die wichtigste Wertanlage der Welt. Wir kaufen und halten – langfristig.
Michael Saylor, Vorstandsvorsitzender von MicroStrategy, Unternehmensbestand: über 200.000 BTC
Die Bandbreite könnte kaum größer sein: Hier ein Unternehmer, der Milliarden in Bitcoin investiert, dort die oberste Währungshüterin Europas, die vor dem Totalverlust warnt. Für Anleger ist diese Polarisierung ein Hinweis: Wo Experten so stark abweichen, gibt es keine sichere Antwort.
Unser Fazit
Bitcoin bleibt ein Anlageobjekt mit extremem Profil: Der Kurs notiert nahe dem Allzeithoch, historische Einbrüche reichen bis 80 Prozent, und die Regulierung verändert sich mit der MiCAR grundlegend. Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Kurs 2030 bei 30.000 oder 200.000 Euro steht, sondern ob Sie Schwankungen von 50 Prozent aushalten, ohne zu verkaufen. Für Privatanleger in Deutschland, die über einen Einstieg nachdenken, ist die Konsequenz klar: nur Kapital einsetzen, dessen Totalverlust Sie verkraften – oder dem Markt fernbleiben.
baffn.de, misscrypto.de, kryptobeast.de, inside-digital.de, sparkasse.de
Häufig gestellte Fragen
Wie kaufe ich Bitcoin mit Euro?
Über eine lizenzierte Krypto-Börse oder einen Broker: Euro einzahlen, Order aufgeben und die Bitcoin anschließend in eine eigene Wallet übertragen. In Deutschland ist dafür ein Anbieter mit behördlicher Erlaubnis nötig.
Welche Steuern fallen bei Bitcoin-Gewinnen in Deutschland an?
Private Veräußerungsgewinne aus Bitcoin sind in Deutschland nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer unterliegen sie der Einkommensteuer; die genaue Berechnung hängt vom Einzelfall ab.
Ist Bitcoin eine sichere Anlage?
Nein. Die BaFin Verbraucherinfo (deutsche Finanzaufsicht) warnt ausdrücklich vor sehr hohen Risiken – ein Totalverlust ist möglich.
Wie hoch ist die tägliche Volatilität von Bitcoin?
Schwankungen von mehreren Prozent pro Tag sind normal; in Extremphasen können Kurssprünge deutlich größer ausfallen. Auch die BaFin nennt extreme Kurssprünge als zentrales Risiko.
Was beeinflusst den Bitcoin-Euro-Kurs am stärksten?
Zinsentscheidungen der Notenbanken, Regulierungsnachrichten, die allgemeine Liquidität im Markt sowie Stimmungen wie FOMO und Panik. Halving-Zyklen setzen langfristige Impulse.
Kann ich Bitcoin in meinem Depot bei der Bank kaufen?
Das hängt vom Institut ab. Einige Banken bieten Krypto-Käufe über Partner an, in klassischen Wertpapierdepots sind Kryptowerte aber nicht automatisch enthalten.
Sollte ich Bitcoin vor dem Halving kaufen?
Das Halving ist 2024 bereits erfolgt; das nächste folgt voraussichtlich im Abstand von vier Jahren. Ein Kauf allein wegen eines Kalenderdatums ist kein Beleg für einen späteren Gewinn.
Welche Wallet ist für Bitcoin am sichersten?
Für größere Beträge gelten Hardware-Wallets als sicherer als Börsen-Wallets, weil die privaten Schlüssel offline bleiben. Wer den Zugang zu seinem Wallet verliert, verliert in der Regel auch seine Bitcoin.
Verwandte Beiträge